Name und Wohnort:
Rebecca aus Hamburg

Alter:
41 Jahre

Beruf:
Baukoordinatorin

MEINE TOCHTER SOLL SO WERDEN WIE ICH. UND DEN BERUF WÄHLEN, DEN SIE MÖCHTE.

Ich wollte schon so vieles werden: Balletttänzerin, Sängerin oder Eventmanagerin. Irgendwann siegte die Vernunft, ich studierte BWL und jobbte nebenher im Parkett-Betrieb meines Vaters. Dort übernahm ich, ohne es anfangs zu merken, immer mehr Aufgaben, setzte mich mit handwerklichen Techniken auseinander, lernte viel über Holz und darüber, wie man die Zusammenarbeit zwischen Architekten, Tischlern und Parkettlegern koordiniert. Bei mir liefen die Fäden zusammen. Das war mein Ding – obwohl die Bodenlegerbranche fest in Männerhand ist. An den rauen Ton musste ich mich erst gewöhnen. Oft wurde ich regelrecht getestet: Was kann sie, was nicht, was weiß sie, was nicht? Heute, nach 14 Jahren Berufserfahrung, bin ich viel souveräner und überzeuge durch mein Fachwissen und mein Auftreten.

„Es lohnt sich, für seine Ziele zu kämpfen.“

Ich rate jedem Mädchen, das sich für diesen Beruf interessiert: Mach es! Das Kämpfen mit Vorurteilen macht dich stärker und du hast die Möglichkeit, stärker zu werden als ein Junge, der sich diesen Widerständen nicht stellen muss.

Meiner eigenen Tochter sage ich, dass sie später das werden soll, worauf sie Lust hat. Sie ist mir charakterlich zwar sehr ähnlich, möchte aber lieber am Theater arbeiten und Maskenbildnerin werden. Ich ermutige sie dazu und sage nur, dass das Berufsleben nicht immer lustig oder leicht sein wird. Aber dass es sich lohnt, für seine Ziele zu kämpfen.